Wozu der Verband einlädt und Termine/Tipps/Aktuelles zum Thema Medien/Medienberufe

ASCHENKREUZ-GRUFT-REDE

Bei der Aschenkreuzfeier des Verbandes in der Wiener Dominikanergruft hielt Verbandsvorsitzende Gabriele Neuwirth eine Aschenkreuz-Gruft-Rede:

http://kath-publizisten.at/kathpub/images//2018_aschermittwochpredigt_dominikanergruft_neuwirth.pdf

 

Klagenfurter Dom
19 Uhr: Gottesdienst und Aschenkreuz mit Bischof Alois Schwarz. Musik: Arvo Pärt – Berliner Messe (Domchor), Eröffnung der Installation für „Kunst im Dom 2018“: „Das Kreuz im Weg“.



TERMINE


Montag, 19. Februar, Wien 1, Alte Schmiede, Schönlaterngasse 9
Verbandsmitglied Cornelius Hell über das Russland-Buch von Maxim Kantor „Rotes Licht“.

Dienstag, 20. Februar, 19 Uhr, Wien 1, Presseclub Concordia, Bankgasse 8
Medienkritik-Talk: Reflektieren JournalistInnen?
http://www.concordia.at/cgi-bin/page.pl?id=1131&lang=de

Dienstag, 27. Februar, 18 Uhr, Wien 4, Theater Akzent, Theresianumgasse 18
Habsburgs letzter Krieg – Bilder zwischen Propaganda und Aufklärung
https://www.fwf.ac.at/de/service/kalender/veranstaltung/kid/20180227-981/


TIPPS

Neuer Kurs der Katholischen Medien Akademie „Journalismus als Beruf“

Anmeldungen bis 19. 3. 2018

http://www.kma.at/ausbildung/berufjournalist

Zum Valentinstag die Herz-Sammlung von Verbandsmitglied Dr. Gerhard Trenkler
http://www.heartandart.at/HEART/Willkommen.html

BASIS-Info für Journalisten und Journalistinnen zu Digitalisierung und Vernetzung
Am Beispiel des Unternehmens Bosch (Info und Werbung)
http://de.calameo.com/read/00198139086643874eb82

Frühjahrsprogramm des Kuratoriums für Journalistenausbildung
Darunter: Krisenkommunikation, Überleben als Selbständige, Auftreten vor der Kamera.
http://www.kfj.at/weiterbildung/seminareworkshops/

 

 

DAS (GE)WICHTIGE BUCH ÜBER DAS ORF-FERNSEHEN

Über drei Kilo schwer und mit magischer Kraft ausgestattet ist dieses Buch: Es verlangt, hineinzuschauen, und das oft. Es verleitet zum Lesen, und das zu lang – gemessen an der verplanten Zeit. Was Andreas Novak und Oliver Rathkolb in diese erste gesamte Fernsehgeschichte des ORF gepackt haben, flitzt durch das Gedächtnis – wie es dem Medium der bewegten Bilder entspricht. „Die Macht der Bilder“ heißt das 672 Seiten starke Buch. Ein Bilderbuch, das  davon berichtet, wieviel journalistisches Können, vor allem auch im Wort, hinter dieser Macht steht. Bei den rund 1800 Bildern und 220 Beiträgen freut es, immer wieder auf Verbandsmitglieder zu stoßen: Peter Pawlowsky, Gerhard Klein, Gerhard Weis, Heide Pils, Peter Krön, Herbert Weissenberger, Lene Mayer-Skumanz, Hubert Wachter, Peter Wesely, Christian Rathner, Gerald Groß, Michael Weinmann, Hubert Gaisbauer, Roland Machatschke und unsere Verstorbenen wie Hubert Feichtlbauer, Anton Fellner, Ernst Wolfram Marboe oder Franz Grabner. 
TIPP: Auch wenn Google in den Redaktionen den „Handapparat“, den Bücherschrank mit Nachschlagwerken, ersetzt hat: Dieses Buch sollte griffbereit sein. Es ist, wie Herausgeber Andreas Novak bei der Präsentation sagte, „ein ebenso unterhaltendes wie informativ-analytisches Kalendarium“.
Herausgeber: Andreas Novak, Oliver Rathkolb, Bildredaktion: Martin Majnaric. Karl-Verlag, Euro 49,90. Cover, Besprechungsexemplare, Infos: http://www.kral-verlag.at/programm/niederösterreich-österreich/die-macht-der-bilder_978-3-99024-710-5-detail.html

 



FAHRT NACH HAMBURG
ZUM 70-JAHR-JUBILÄUM DER GESELLSCHAFT KATHOLISCHER PUBLIZISTEN DEUTSCHLANDS
TAGUNGSTHEMA: WAS KOMMT NACH DEM KRIEG – DIE SUCHE NACH FRIEDEN
15. und 16. MÄRZ

Anmeldefrist: 5. 2. 2018
Achtung: ÖBB-Sparschiene 39,- Euro pro Strecke, bald buchen.

Programm/Anmeldung (es gelten die Angaben für Mitglieder, Elbphilharmonie-Führung ist ausgebucht):
http://gkp.de/sites/default/dateien/gkp_daten/gkp-pdf/programmhamburg.pdf


Fahrtmöglichkeit:
Es wird keine gemeinsame Fahrt organisiert.
Vorschläge:
Nightjet, ohne Umsteigen:

Hinfahrt:
Mittwoch, 14. März
Ab Wien Hbf 20.41
An Hamburg Hbf  8.44
Sparschiene pro Strecke 39 Euro. Plus 20,- Euro für 6er-Schlafwagen, plus 30 Euro für 4er-Schlafwagen.
Rasche Buchung notwendig.

 

 MEDIENPREISE UND NACHWUCHSPREISE

Objektiv 2018  – Österreichischer Preis für Pressefotografie
http://voez.at/news/2018/objektiv-2018-erneut-ausgeschrieben/
Frist: 1. 4. 2018


Herbert Quandt Medien-Preis 2018/Wirtschaftspublizistik
Bewerbungsfrist: 15. 2. 2018
https://www.johanna-quandt-stiftung.de/medien-preis/

Private Equity Austria. Auch für Blogger und Bloggerinnen.Wirtschaft, Finanzen.
Frist: 28. 2. 2018
http://www.journalistenpreise.de/?id=preis&pid=660

"European Cross-Border Grant Programme“
Bewerbungsfrist: 15. 2. 2018
http://www.journalistenpreise.de/?id=preis&pid=582

Innovation in Development Reporting Grant Programme (IDR)
Frist: 21. 2. 2018
http://www.journalistenpreise.de/?id=preis&pid=640

Otto von Habsburg Journalistenpreis, Minderheitenschutz und kulturelle Vielfalt
Frist: 27. 2. 2018
http://www.journalistenpreise.de/?id=preis&pid=470

"Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien“
Frist: 28. 2. 2018
http://www.journalistenpreise.de/?id=preis&pid=104

"Medienpreis 'Weltbevölkerung'"
Frist: 28. 2. 2018
http://www.journalistenpreise.de/?id=preis&pid=225

"Prävention in der Schwangerschaft“
Frist: 28. 2. 2018
http://www.journalistenpreise.de/?id=preis&pid=297

"Friedwart Brockhaus-Förderpreis“ – Jugendpreis
Frist: 28. 2. 2018
http://www.journalistenpreise.de/?id=preis&pid=3

Marlies-Hesse-Nachwuchspreis/Mann/Frau
Frist: 1. 3. 2018
http://www.journalistenpreise.de/?id=preis&pid=255


AVISO


Mittwoch, 7. März
Verbands-Jour fixe wieder im Club Stephansplatz 4, Wien 1.
 

 

NEUES BUCH

 

"Hitlers Jünger und Gottes Hirten": Unter diesem Titel ist jetzt die ein brisantes Thema behandelnde Dissertation der ORF-Journalistin und stellvertretenden Verbands-Vorsitzenden Eva Maria Kaiser als Buch erschienen. Die komprimierte Version der vom Erzbischof-Rohracher-Studienfonds der Erzdiözese Salzburg ausgezeichneten Doktorarbeit "Ausgetretene - Belastete - Brückenbauer. Die katholischen Bischöfe Österreichs und ihr Einsatz für ehemalige Nationalsozialisten 1945-1955" basiert auf Recherchen in allen österreichischen Diözesanarchiven und stellt durchaus auch Kritikwürdiges zum Agieren kirchlicher Verantwortungsträger in der Phase nach der NS- und Kriegszeit dar. Der letzte, resümierende Satz in Kaisers Buch lautet: "Dem Einsatz der katholischen Amtskirche für die 'Ehemaligen' haftet – bei aller guten theologischen und gesellschaftspolitischen Absicht – ein schaler Nachgeschmack an, der durch die Würdigung der NS-Opfer auch in den eigenen Reihen erst Jahrzehnte später gemildert wurde." 

Tipp: Wenn heuer die Haltung der katholischen Kirche 1938 beleuchtet wird, ist das spannend. Noch spannender ist es – und es gehört zur Recherche –, nachzulesen, wie sich die Kirche nach 1945 verhielt. Das Buch von Eva Maria Kaiser dokumentiert das sorgfältig.

Eva Maria Kaiser: Hitlers Jünger und Gottes Hirten. Der Einsatz der katholischen Bischöfe Österreichs für ehemalige Nationalsozialisten nach 1945. 424 Seiten, Böhlau-Verlag 2017.  

Wir bitten unsere Verbandsmitglieder, das Buch in ihren Medien zu besprechen. 

Besprechungsexemplare:Mag. Elisabeth Dechant, Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können

Cover, Inhaltsverzeichnis und Infos: http://www.boehlau-verlag.com/newbuchliste.aspx#

Kathpress: http://bit.ly/2Dcogar  

 

TIPP FÜR EINE GESCHICHTE:
GRIECHISCH-KATHOLISCHES EXIL IN TIROL


Einen nahezu unbekannten Teil österreichischer Zeitgeschichte, der eine außergewöhnliche Flüchtlingsgeschichte darstellt, bearbeitete Verbandsmitglied Heinz Panteleymon Gstrein: „Griechisch-katholisches Exil in der Salvatorgasse Hall in Tirol, 1950 - 1959“. Darüber legt er eine reich bebilderte Broschüre vor, die eine perfekte Basis für eine Geschichte bildet. Die Arbeit erschien im Rahmen des Forum Hall in Tirol und wurde in Hall vom Stadtarchäologen Dr. Alexander Zanesco präsentiert. In seinem Vorwort weist Kardinal Christoph Schönborn, selbst als Kind Flüchtling, darauf hin, „wie entscheidend es damals wie heute ist, dass sich nicht nur Institutionen, sondern besonders Familien den Flüchtlingen öffnen“.
Besprechungsexemplare und Infos: Dr. Heinz Gstrein, Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können , +43 699 18016150.
Cover: http://kath-publizisten.at/kathpub/images//gstrein%20heinz_exil%20hall%20in%20tirol_cover.pdf

NOCH MEHR BÜCHER VON VERBANDSMITGLIEDERN

http://kath-publizisten.at/kathpub/index.php?option=com_content&task=blogsection&id=9&Itemid=111

 

BERUF JOURNALISTIN/JOURNALIST

NEUER KURS DER KATHOLISCHEN MEDIEN AKADEMIE: 

STUDIENBEGLEITEND ÜBER DREI SEMESTER

 

Eine gute journalistische Ausbildung für Studierende aller Studienrichtungen. Mit sehr viel Praxis und Volontariaten. 

Bewerbungsfrist: 19. März 2018. 

Infos: http://www.kma.at/ausbildung/berufjournalist

Bewerbungsunterlagen: http://www.kma.at/dl/rsskJmoJnJqx4KJKJmMJmmN/Kurs_Beruf_Journalist_2018-2019.pdf

 

Wir bitten unsere Verbandsmitglieder, geeignete Studierende auf diese ausgezeichnete Ausbildung hinzuweisen. 

 

 

 

GESCHICHTEN-TIPPS

 

Wie das geht: Berufungen für kirchliche Dienste wecken.

Seit 100 Jahren widmet sich das katholische Canisiuswerk dieser Aufgabe. Am Mittwoch, 31. Jänner wird ab 10 Uhr darüber gesprochen und gefeiert, um 18 Uhr Festgottesdienst im Stephansdom. 

Recherche-Unterstützung durch die Verbandsmitglieder Henning Klingen,  Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können , Elisabeth Grabner, Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können und Elisabeth Mayr,  Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können Telefon: +43 1 512 51 07

Infos: http://www.canisius.at/presse/canisiuswerk-jubilaeumsjahr-2018

Programm: http://www.canisius.at/8822/tag-der-offenen-tuer

 

Vielfältiges Gedenkjahr 2018

Neben der oft genannten Republikgründung und dem oben beschriebenen Jubiläum 100 Jahre Canisiuswerk gibt es noch eine Reihe weiterer Daten, auf die Verbandsmitglied Herbert Vytiska hinweist. Dazu noch der 25. Juli 1968, an dem Paul VI. die Enzyklika Humanae Vitae veröffentlichte.  

Vytiska-Glosse: http://kath-publizisten.at/kathpub/images/vytiska%20glosse%20ja%26%23776%3Bnner%202018.pdf

 

Der Führungsstil des Papstes

Darüber schrieb Verbandsmitglied Peter Rosegger seine Massenarbeit: „Die Bedeutung von Symbolic Leadership zur Zielerreichung am Beispiel von Papst Franziskus“.

Peter Rosegger:  Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können , 0676/9516350

 

 

EINLADUNG NACH HAMBURG

 

Die Gesellschaft katholischer Publizisten Deutschlands feiert am Donnerstag, 15. März, und am Freitag, 16. März, bei ihrer Jahrestagung in Hamburg ihren 70. Geburtstag. Über eine österreichische Delegation würde sich die deutsche Publizisten-Gesellschaft sehr freuen, eine große Abordnung feierte vergangenes Jahr in Wien mit uns unseren 60er. 

Wer Interesse an einer Fahrt nach Hamburg hat, möge sich per Retourmail melden. 

Das Programm: http://www.gkp.de/sites/default/dateien/gkp_daten/gkp-pdf/programmhamburg.pdf


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Es gibt wieder Volontariate bei Radio Vatikan, jetzt Vatikannews, in Rom. 

Für Verbandsmitglieder aus der Gruppe U 35 schreibt der Verband ein Stipendium dafür aus. 

Termine: Mai/Juni, ab September.

Infos seitens Vatikannews (nicht enthalten der Hinweis auf das Verbands-Stipendium, und der Fahrtkostenersatz gilt nur für Deutsche):

http://bit.ly/2BxQZ8K 

Interessierte Verbandsmitglieder bitten wir, sich umgehend per Retourmail zu melden. 

 

 


UNTERSTÜTZUNG FÜR EINE JUNGE KOLLEGIN AUS SARAJEVO

Verbandsmitglied Martin Kranzl-Greinecker, CR Unsere Kinder, Linz, bittet um Unterstützung für eine junge Kollegin aus Sarajevo.

Wer sich daran beteiligen möchte, hier die Infos:
http://kath-publizisten.at/kathpub/images//kollegin_sarajewo.pdf

 


MEDIENPREISE  – Siehe Menü Medienpreise



ACHTUNG: DER JÄNNER IST DER OFFENLEGUNGS-MONAT


Offenlegungspflicht zu Jahresbeginn, auch für den Bereich Internet
In möglichst der ersten Ausgabe Ihrer Publikation – auch Online – muss eine Offenlegung enthalten sein.
Infos BKA: https://www.usp.gv.at/Portal.Node/usp/public/content/brancheninformationen/information_und_kommunikation_offenlegungspflicht/49735.html
Infos VÖZ: http://voez.at/politik-recht/rechtsinformationen/impressum-und-offenlegung/


 
Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz

Der Verband katholischer Publizistinnen und Publizisten Österreichs ist Medieninhaber der unter seiner Verantwortung erscheinenden Homepage kath-publizisten.at

Verband katholischer Publizistinnen und Publizisten Österreichs, Stephansplatz 4, Stiege VI, 1. Stock, A-1010 Wien, Telefon +43 676 92 12421, E-Mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können , www.kath-publizisten.at
Vorsitzende: Mag. Gabriele Neuwirth, Stv. V.: Mag. Eva Maria Kaiser, Mag. Rudolf Mitlöhner; Schriftführerin: Mag. Sophie Lauringer; Kassier: Franz Josef Rupprecht; alle 1010 Wien, Stephansplatz 4. Datenschutz: DVR 0492647.

Grundlegende Richtung: Informationen für Mitglieder und Medienleute. Zweck des Vereines: Netzwerk für Medienleute, die sich in ihrer Arbeit vom christlichen Menschenbild herausfordern lassen.
  
 


TIPP
Über die „Sprache des Helfens“

schrieb der frühere Caritasdirketor Franz Küberl, der wiederholt zu Gast im Verband war, ein Buch. Präsentation am 6. November, 19 Uhr, Magdas HOTEL, Wien 2, Laufbergergasse 12.
Infos: Infos, Cover: https://www.styriabooks.at/sprachen-des-helfens

 

Der Verband katholischer Publizistinnen und Publizisten Österreichs trauert um Hans Ströbitzer


Am 14. Oktober starb Verbandsmitglied Prof. Hans Ströbitzer, 87, der mehr als drei Jahrzehnte die Redaktion der Niederösterreichischen Nachrichten leitete.

Prof. Hans Ströbitzer waren stets die Menschen wichtig, nicht die Funktionen: Seine Leserinnen und Leser wollte er vor Ort bestmöglich informieren und den Jungen zeigte er, wie guter, der Bevölkerung naher Journalismus geht.

Hans Ströbitzer selbst war vom journalistischen Verständnis des niederösterreichischen Pressehaus-Prälaten und Verband-Mitbegründers Franz Willinger geformt, dessen Grundsatz lautete: „Schreibt, was ihr mit bestem Wissen und eurem christlichen Gewissen verantworten könnt und müsst“.

Dem Gespann Williger als Pressehausdirektor und NÖN-Herausgeber und Ströbitzer als NÖN-Chefredakteur gelang es in den Sechzigerjahren, das Pressehaus vor parteipolitischen Begehrlichkeiten zu schützen und es als eigene, selbständige Kraft zu etablieren. Das ermöglichte Hans Ströbitzer, Missstände aufzudecken und das durchzustehen.

Hans Ströbitzer war auch Journalistengewerkschafter, als solcher Chefredakteur der Medienzeitschrift „Information und Meinung“.

Unaufgeregt, auf den Zusammenhalt der Redaktion bedacht, bescheiden, auch in schwierigen Situationen mit einem Lächeln in den Mundwinkeln, gediegen in der Arbeit und gleichzeitig Visionen verfolgend – so war Hans Ströbitzer. Wir denken an ihn als einen in der Reihe bedeutender journalistischer Persönlichkeiten, die den Publizistenverband geprägt haben.
Das Sterbliche an Prof. Hans Ströbitzer ist am Städtischen Friedhof von St. Pölten beigesetzt. 

 

Trauer um unseren früheren Vorsitzenden Hubert Feichtlbauer

Das Sterbliche an Hubert Feichtlbauer, der am 23. September 2017 seinem Krebsleiden erlag, wurde am 5. Oktober im Familienkreis im Grinzinger Friedhof, Grab 1/53 beigesetzt. 

Nach dem Gottesdienst zu Tod und Auferstehungam Freitag, 6. Oktober, in der Krim-Kirche in Wien 19, den viele Verbandsmitglieder mitfeierten, sagte Verbandsvorsitzende Gabriele Neuwirth in ihrer „frohen Trauerrede" über den „Zeitungswanderer“:

„Ich möchte auf einem gepackten Koffer sitzen“, sagte mir Hubert Feichtlbauer so gegen Ende August am Telefon, wir sollten uns im Café Schottenhof treffen. Dort bat er mich, die Geschichte  „Hubert Feichtlbauer und der Journalismus“ in den Koffer zu packen. Mich, Gabriele Neuwirth, seiner dritten Nachfolgerin als Vorsitzender des Verbandes katholischer Publizistinnen und Publizisten Österreichs. 

Statt mit ihm über Sein oder Nichtsein des Journalismus zu reden, haben wir bei einem Achterl, unserem letzten, geblödelt. Über das Herunterlassen in die Grube, oder darüber, dass es ihm mittlerweile wurscht ist, dass er sich die Ewigkeit nicht vorstellen kann. Haben wir gelacht! Und ich hab’ mir fast nichts notiert, weil’s so schön war, bei Grünem Veltliner und Feichtlbauers sprühendem Witz.

Deshalb werden einige von Ihnen sofort erkennen, dass – und was – ich für diese Rede in bewährter Journalistenmanier von ihren Nachrufen abgekupfert habe. Die Untugend, die Quellen nicht zu nennen, verzeihen Sie mir bitte mit jener selbstbewussten Bescheidenheit, wie sie Hubert Feichtlbauer auszeichnete. Beschweren Sie sich lieber, wenn Sie sich nicht finden.

„Zeitungswanderer“ steht auf der Serviette von damals – ja, so sah sich Hubert Feichtlbauer. Und mit großer Hochachtung sprach er vom ersten Schritt, der in den meisten Nachrufen fehlt – ein Lokalblatt, was ist das schon – wo er, in der Rieder Volkszeitung, gelernt hatte: Recherchieren, recherchieren, recherchieren:

Und stimmen muss es im Lokalen.

Zeitungswanderer.

Weitergewandert zur Tageszeitung, dem Linzer Volksblatt, wo er den Spagat lernte, „herausgeberfreundlich und kritisch“ zu schreiben. Dann ging’s zu den Salzburger Nachrichten, das war schon recht nobel, und schließlich die Wanderung nach Wien, zur Wochenpresse, und da gleich als Chefredakteur.

Und schon der nächste Hupfer: Chefredakteur des Kurier und später dessen USA-Korrespondent in Washington und New York.

Bereits als 13-Jähriger hatte Hubert Feichtlbauer eine Zeitung in Englisch produziert, seine erste, und handgeschrieben. Und in den frühen Fünfzigerjahren machte er mit einem der ersten Fulbright-Stipendien in Missouri einen Abschluss in Journalismus. Was er von dort mitgebracht, und in seiner ganzen journalistischen Laufbahn verwirklicht hat, ist auf der Fulbright-Homepage unter Storytelling zu lesen:

Einhaltung der demokratischen Prinzipien,

eine Kultur der Toleranz,

gegenseitiger Respekt,

selbstkritische Bewertung von Einstellungen und Verhaltensweisen,

Bereitschaft zur Neuorientierung und Neubeginn nach dem Scheitern,

optimistische Perspektive auch unter Druck,

soziale Verantwortung in der Gesellschaft.“

Zurückgekommen aus Amerika übernahm Hubert Feichtlbauer die Chefredaktion der Furche. Dort fühlte er sich „sehr wohl“, die Furche war ihm „ein besonderes Anliegen“. Er war ja überzeugt, dass Politik und Journalismus die zentralen Felder der Nächstenliebe sind.

Dass sich Journalisten dennoch nicht als Weltverbesserer verstehen sollen, das steht auch auf der Serviette vom Cafe Schottenhof: „Aber wo ich was verbessern kann, muss ich mich zu Wort melden!“ Das tat er. Auch, als er die Presseabteilung der österreichischen Wirtschaftskammer übernommen hatte. Damals haben sich einige Kollegen darüber mokiert: Er hätte die journalistische Seite gewechselt. Darauf kommt es nicht an, sondern, diese Aufgabe „ohne schamhafte Verbrämung oder Preisgabe des eigenen Standortes zu erfüllen“, wie er damals als neuer Chefredakteur der Furche geschrieben hatte.

Auch für diese Berufsspanne gilt, was Hubert Feichtlbauer im letzten Gespräch mit mir sagte: „Man hat mir nie etwas zugemutet, was ich nicht hätte tun wollen.“ Er tat auch etwas dafür, damit andere das ebenso so leben können: Der Kurier dankt ihm beispielsweise sein Redaktionsstatut.

Schon sehr österreichisch, sehr Feichtlbauer, dass er trotz Wirtschaftkammer-Job Journalistengewerkschafter war, selbst wenn ihm „Nächstenliebe“ leichter über die Lippen gekommen ist als dessen Synonym „Solidarität“. Er war ja ziemlich typisch für Medienleute, born in Oberösterreich: sozial eingestellt, unaufgeregt, gute Arbeiter, ohne Hang zur Dramatik bei der Bewertung der Lage. Und katholisch. „Der katholische Publizist Hubert Feichtlbauer“ hieß es immer. Diese Punze hat ihn nicht gestört. „A bisserl katholisch, a bisserl liberal, a bisserl von diesem und jenem“ – das war nicht seins.

Ja, er war ein katholischer Publizist, mit der ihm eigenen geistigen Kraft, Wortgewalt und Leidenschaft bei allem was er tat. Und das war sehr viel. Zu den Jobs kamen im journalistischen Bereich acht Bücher, davon jenes über Kardinal König ein absoluter Renner, Ombudsmann beim Presserat, Filme, Moderationen im Club 2 und vielerorts, Sendungen in Ö1 und Kolumnen, Kommentare, Glossen. Dazu das Engagement für „wir sind Kirche“ und die schwere Arbeit in der Klasnic-Kommission, die kirchliche Missbrauchfälle aufarbeitete.

Dafür wurde er fleißig ausgezeichnet:

Höchster Concordia- und Gewerkschaftspreis, Renner-, Kunschak- und Kardinal-Innitzer-Preis und schließlich das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst l. Klasse. Nur die Kirche respektierte seinen Wunsch, ihm kein Breverl umzuhängen.

Wir im Verband katholischer Publizistinnen und Publizisten Österreichs danken ihm so unendlich viel, und wenn ich sagen wollte, was genau, geht es mir wie jenen Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich in den letzten Tagen über Hubert Feichtlbauer gesprochen habe. Sein Tod geht ihnen ganz außerordentlich nahe, sagten sie, es ist wie wenn ... wie wenn ... und dann wussten sie keinen Vergleich. Logisch, es gibt auch keinen. 

Lieber Hubert Feichtlbauer, das sollte nach Deinem Wunsch eine fröhliche Rede werden. Ich nehme in Anspruch, was Du bei der Concordia-Preisverleihung sagtest: Du seist froh, dass nicht Perfektion, sondern Bemühen ausgezeichnet würde.

So werden wir ganz einfach bei der Agape fröhlich das Glas heben und rufen: Lieber Hubert Feichtlbauer, alles Gute im Himmel!

 

Der Verband Katholischer Publizistinnen und Publizisten Österreichs trauert um Hubert Feichtlbauer, der am 23. September einem Krebsleiden erlag. Wir danken Hubert Feichtlbauer, der von 1979 bis 1990 Verbandsvorsitzender war, für seine präszise Beurteilung der gesellschaftspolitischen und kirchlichen Lage, verbunden mit einem stets originell formulierten Vertrauen auf die positiven Kräfte.

Als Europavorsitzender der Weltunion der Katholischen Presse positionierte er den Verband international und unterstützte zur Zeit des Kommunismus Journalistinnen und Journalisten aus ost- und mitteleuropäischen Ländern.

1987, während seines Vorsitzes, äußerten 126 Verbandsmitglieder ihre Sorge gegen die Anschwärzungen der Katholischen Kirche in Österreich beim Vatikan und gegen die belastenden Bischofsernennungen.

Beim Sommerheurigen des Verbandes 2016 sprach Hubert Feichtlbauer in seiner zuversichtlich heiteren Art über seinen Tod und seine Auferstehungshoffung. Es war eine Sternstunde, die uns in unserer Trauer stärkt. Mit Hubert Feichtlbauer verliert der Verband einen selbstkritischen und bescheidenen Spitzenjournalisten.

Die Parte

hc

Das Interview, das Verbandsmitglied Gerlinde Wallner heuer mit Hubert Feichtlbauer zu seinem 85er führte, finden Sie hier

http://kath-publizisten.at/kathpub/images//publicum%20mit%20interview%20hubert%20feichtlbauer_februar%202017.pdf

In der FURCHE schrieben Verbandsmitglied Heinz Nußbaumer und Vorstandsmitglied Rudolf Mitlöhner über Hubert Feichtlbauer:

http://kath-publizisten.at/kathpub/images/fuch_wien_0421_13_x.pd

Die kathpress brachte mehrere Beiträge, der erste:

https://www.kathpress.at/goto/meldung/1548496/katholischer-publizist-hubert-feichtlbauer-verstorben

Einen persönlichen Nachruf von Paul Vécsei finden Sie auf der Seite der Wiener Zeitung

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/medien/918863_Ein-ganz-grosser-Mann.html

ORF:
http://religion.orf.at/stories/2865324/

http://religion.orf.at/radio/stories/2868458/

KURIER

https://kurier.at/kultur/hubert-feichtlbauer-abschied-von-einem-ex-kurier-chef/286.224.830

OÖN

http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/Publizist-Hubert-Feichtlbauer-ist-tot;art4,2687347

Der Standard

http://derstandard.at/2000064663592/Katholisch-liberaler-Publizist-Hubert-Feichtlbauer-gestorben

 

Die Presse

http://diepresse.com/home/kultur/medien/5291142/Hubert-Feichtlbauer-der-Tod-eines-katholischen-Propheten

katholisch.at

http://www.katholisch.at/aktuelles/2017/09/25/katholischer-publizist-hubert-feichtlbauer-verstorben

 




TIPPS

 

foodwatch warnt vor Spendenplattform Amazon
https://www.foodwatch.org/de/presse/pressemitteilungen/foodwatch-warnt-vor-amazon-spendenplattform-smile-kunden-werden-in-die-irre-gefuehrt-angebliche-unterstuetzung-kam-bei-foodwatch-nicht-an/


STIPENDIEN UND MEDIENPREISE SIEHE IM MENÜ MEDIENPREISE 

http://kath-publizisten.at/kathpub/index.php?option=com_content&task=blogsection&id=7&Itemid=47

 

HOTLINE ZUM MEDIENPFARRER

Der Verband katholischer Publizistinnen und Publizisten Österreich hat einen Geistlichen Assistenten, den Franziskanerpater Gottfried Wegleitner. Zur Zeit wirkt er als Pfarrer in Vorarlberg, was zumindest für den Mail- oder Telefonkontakt mit ihm keine Rolle spielt. Er wird mit uns – wie bereits Anfang Dezember in Wien – Gottesdienste feiern, und er steht für Gespräche zur Verfügung.
Über seine Aufgabe schreibt P. Gottfried Wegleitner.

„Es freut mich, Seelsorger im Verband zu sein.
Gerne stehe ich Ihnen als Priester jederzeit auch mit Rat und Tat zur Verfügung.
Rufen Sie mich an! Mailen Sie mir!
Ihr P. Mag. Gottfried Wegleitner

Pfarre Frastanz, Vbg
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05522/51769


TIPPS FÜR BLATTKRITIK
MIT BLICK AUF DEN KRITISCH-KONSTRUKTIVEN JOURNALISMUS


Christian Sauer, der für unseren Verband ein Seminar über den kritisch-konstruktivn Journalismus hielt, schreibt darüber, wie eine „konstruktive Blattkritik“ abläuft:
http://gruener-journalismus.de/4826-2/

 
BILDUNGSKARENZ-GOODIE

Verbandsmitglieder, die sich in Bildungskarenz befinden, zahlen ein Jahr lang keinen Mitgliedsbeitrag. Voraussetzung: Meldung an den Verband.

 

 

INFO-GOODIE FÜR VERBANDSMITGLIEDER


Der Gratis-Zugang zu den wertvollen Diensten der Katholischen Presseagentur „kathpress“ wird fortgesetzt
Die Kosten sind durch eine Pauschale, die der Publizistenverband aus den Mitgliedsbeiträgen bezahlt, abgegolten.
 Folgende Dienste können auf Antrag per E-Mail bezogen werden:

Tagesdienst (standardmäßig als PDF einmal pro Tag, auf Wunsch jede Meldung als einzelnes Mail in Echtzeit).
Termindienst 

Online-Recherche im gewaltigen Archiv der kathpress, zurückreichend bis 1988.

All diese Dienste im Wert von 249,70 Euro pro Person und Jahr stehen Ihnen auch weiterhin gratis zur Verfügung.
 Sofern Sie diese noch nicht in Anspruch nehmen und sich dafür interessieren, schreiben Sie bitte ein einfaches Mail an die kathpress.
 Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können Im "Betreff" vermerken Sie: "kathpress für Verband“.
 
Bitte beachten Sie, dass die Nutzung der Dienste nur Ihrer persönlichen Information und Recherche dient und dass damit keine medialen Verwertungsrechte gegeben sind.


 
JAHRBUCH FÜR JOURNALISTEN 2017
Gedruckt und elektronisch. Bei rascher Bestellung das Jahrbuch 2016 gratis dazu.

http://www.oberauer.com/2017/02/01/jahrbuch-fuer-journalisten-2017-erschienen/
Leseproben: Ohne Twitter ist Trump nicht zu denken. Moritz Müller-Wirth und Heinrich Wefin ( „Zeit“), Christian Grünwald („SZ“). – „Ohne den ersten Satz kann ich nicht weiterschreiben“. Ein Bekenntnis von Starreporter Helge Timmerberg. – Das paradoxe Leben der Livemedien. Hintergründiges von Jochen Wegner (Zeit Online): http://domain.oberauer.com/Jahrbuch2017_Leseprobe.pdf



DIE BESTE WERBUNG DES JAHRES IN EINEM MAGAZIN
VÖZ-Angebot: Alles über den Adgar 2017,

gratis in Papier: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können
und zum Downloaden: http://www.voez.at/b2035
 


RECHTS-TIPP
Neuer Online-Leitfaden über Urheberrecht in kirchlicher Praxis
Diesen Leitfaden, der nicht nur für kirchliche Medien interessant ist, stellt das Medienreferat der Österreichischen Bischofskonferenz online in Frage/Antwort-Form gratis zur Verfügung. Er fasst die Info-Veranstaltung zusammen, die auch für unsere Verbandsmitglieder offen war.
http://medien.katholisch.at/rechtliches

 

ZEIT, DIE BÜCHER UNSERER VERBANDSMITGLIEDER ZU BESPRECHEN,
DIE SIE BESPRECHEN WOLLTEN UND NOCH NICHT BESPROCHEN HABEN


Die Bücher unserer Verbandsmitglieder mit allen Infos und Cover-Links finden Sie auf unserer Homepage unter:http://kath-publizisten.at/kathpub/index.php?option=com_content&task=blogsection&id=9&Itemid=111



WIENER UNI AUF DER SUCHE NACH ABSOLVENTINNEN UND ABSOLVENTEN

Die ÖA der Wiener Uni bittet den Verband um Hilfe bei der Suche nach Absolventinnen und Absolventen: Alumni Map der Universität Wien, http://alumnimap.univie.ac.at/

 

GOODIE: ALMANACH STYRIA-ZEITUNGEN GRATIS

Der Almanach „Styria Zeitungen 2015“ ist etwas Besonderes: Ein Verlagshaus nimmt hervorragende Artikel, lässt seine Journalistinnen und Journalisten hinreißend in Schwarz-Weiß fotografieren und macht daraus einen Almanach. Dass unsere Verbandsmitglieder Rudolf Mitlöhner, Doris Helmberger, Otto Friedrich und Thomas Götz im Buch vertreten sind, freut. Der Jubel aber gilt dem, was dieses Buch laut Klappentext beweisen will: Gute journalistische Arbeit ist es wert, ihr herausgelöst aus dem ursprünglichen Korsett der Aktualität eine neue großzügige Heimstatt in englischer Broschur zu geben. Das Buch ist nicht erhältlich. Doch Matthias Opis, der mit Markus Mair, Styria Media Group-Boss, das Buch herausgab, lässt „dem Verband als Zeichen unserer Wertschätzung und guten Zusammenarbeit 20 Exemplare zukommen“. Verbandsmitglieder, die das Buch gratis haben möchten: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können

 

SPRACH-TIPP: Beschwichtigungsformulierungen

„In Europa wächst das Armutsrisiko“.
Das nur scheinbar bewegte Verb wachsen weist in die falsche Richtung, es hat eine positive Konnotation und trifft den Sachverhalt nicht. Doch der Mut zu schreiben: „Immer mehr Europäer drohen zu verarmen“, fehlt den Autoren meist. Stattdessen vernebeln sie Wörter wie Armut und bilden Komposita wie „Armutsrisiko“. Korrekt wäre ein Satz ohne Drohung gewesen, einer, der als Fakt benennt, was Sozialforscher laut Text herausgefunden haben: „Jeder fünfte Europäer verarmt“.

„Sonst rückt ein Arbeitsplatzabbauszenario in Realitätsnähe“,
formulierte der Sprecher in einem Beitrag der ARD-Tagesthemen angesichts einer Drohung der Arbeitgeber gegenüber der IG Metall und deren Forderungen nach mehr Lohn. Das Verb heißt rücken. Etwas rückt in die Nähe, in die Nähe der Realität, ein Szenario rückt in die Nähe. Können sich diejenigen, die da drohen, Tausende zu entlassen, mehr sprachlichen Schutz wünschen? Wohl kaum.
Hat je ein Sprecher bei einer gewerkschaftlichen Streikdrohung im öffentlichen Dienst formuliert: „Sonst rückt ein Städtelahmlegungszenario in Realitätsnähe"? Natürlich nicht. Wer Menschen erschrecken möchte, tut dies mit Verben. „Verdi droht, die Innenstädte lahmzulegen“, ist das Mindeste, was den Lesern geboten würde.
Zu Recht: Hier droht jemand und es soll lahmgelegt werden. Umgekehrt aber wird beschwichtigt. Niemand soll erschrecken, wenn Arbeitgeber drohen, und niemand soll deren Drohung als Erpressung verstehen.
Aus dem Heft der Journalisten_Werkstatt „Wie Sätze wirken“ – Besser schreiben (2). Beilage zum Österreichischen Journalisten oder einzeln erhältlich:  https://www.newsroom.de/shop/journalisten-werkstaetten/journalisten-werkstatt/

 

TIPP: TELEFON-JOURNALISTENRABATT

Es gibt Journalistenrabatte z. B.bei „3“ und T-Mobile. "3“ gewährt 20% Rabatt auf die Grundgebühr und verzichtet auf das Aktivierungsentgelt, wenn man eine Kopie seines Presseausweises an Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie sie sehen können schickt. Bei der Wahl des Telefonanbieters ist zu bedenken: Ein Journalisten-Rabatt muss nicht immer das günstigste Angebot sein.

 

 

Letzte Aktualisierung ( 15.02.2018 )